Am 16. November 2025 gedachten auch dieses Jahr wieder unzählige Menschen den Kriegsopfern aller Nationen. An jenem Volkstrauertag waren dieses Mal auch wir - Schüler und Schülerinnen des 12er Geschichte Leistungskurses von Herrn Simshäuser - mit einem 10-minütigen Beitrag in der Ludwigskirche und der anschließenden Kranzniederlegung auf den Spicherer Höhen direkt beteiligt. Der Tag dient der Erinnerung und des Gedenkens aller Kriegsopfer, weshalb es uns ein Anliegen war, die in Saarbrücken stattfindende Veranstaltung mitzugestalten und als Teil davon die Nachricht zu verbreiten, „dass Frieden niemals selbstverständlich sein darf“.
Zuvor im Unterricht stellten wir aus bereits bestehenden, im Internet zu findenden Feldpostbriefen der Zeit um den 2. Weltkrieg fiktive Tagebucheinträge eines sich im Krieg befindenden imaginären Soldaten zusammen. Jene Einträge dienten dazu, die Kriegszeit aus möglichst vielen Perspektiven zu beleuchten und einen Eindruck dafür zu vermitteln, wie betroffene Personen den Krieg erlebten. Während zwei unserer Kursmitglieder - Marilena Friese und Jonna Montag - den Beitrag vor rund 200 Anwesenden vortrugen, stellte Jan Deutsch - ebenfalls Schüler des Geschichtskurses- jenen fiktiven, tagebuchschreibenden Soldaten schauspielerisch in Kostüm dar. Bei den abschließenden Schlussworten, die Farah Kassmu und Lucienne Nikolaus vortrugen, kamen nochmal alle anwesenden Schüler und Schülerinnen des GaRs auf die Bühne. Hier war es durchaus eine neue und aufregende Erfahrung, vor solch einer großen Menge und anwesendem Fernseh- und Radioteam mit Mikrofon zu sprechen, aber die zuvor stattgefundene Generalprobe konnte uns die Angst etwas nehmen. Uns war es wichtig, mit unserem Beitrag zu verdeutlichen, dass auch die heutige Generation noch den Kriegsopfern gedenkt, der Krieg nicht einfach vergessen wurde und dass wir verstehen, weshalb Frieden geschätzt werden muss.
Loie Lindner, Rena Alikishizada und Khato Fürst - drei weitere Kursmitglieder - trugen später ebenfalls einen Teil zum Trauertag bei, mit Beteiligung an der Kranzniederlegung auf den Spicherer Höhen.
Da uns zwei Feldpostbriefe zugeteilt wurden, trafen wir die Entscheidung, Loie und Khato die Briefe vortragen zu lassen, während Rena bei beiden Kranzniederlegungen mithalf. Khato wurde der englische Feldpostbrief zugeteilt, Loie der Deutsche.
Obwohl wir schon beide oft vor Menschen geredet haben, waren wir sehr nervös.
Dennoch war es eine Ehre für uns, an einer solchen Zeremonie teilnehmen zu dürfen und wir danken den Veranstaltern für die Chance, uns beteiligt haben zu können.
Auch wenn wir noch jung sind, finden wir es wichtig, an die Kriegsopfer zu erinnern und hoffen, dass in der Zukunft weitere junge Menschen durch solche Chancen realisieren, wie wichtig es ist, die Geschichte zu kennen, um sie nicht zu wiederholen.
Jonna Montag und Marilena Friese, Gymnasium am Rotenbühl Saarbrücken