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Meldungen aus dem Landesverband Saar
Meldungen aus dem Landesverband Saar

Workcamp auf Kriegsgräberstätte Elm-Sprengen

30 Geschichtsinteressierte packen mit an

Eine Gruppe steht vor einem Denkmal

Gruppenbild vor der Arbeit mit dem Banner "Gemeinsam für den Frieden" SZ/Robert Claus

Gemeinsamer Einsatz für die Mahnung zum Frieden: Das war die Motivation der 30-köpfigen Gruppe, die am Samstag, 30.05.2026, einen Tag lang auf der Kriegsgräberstätte Elm-Sprengen in Schwalbach arbeitete. Das Workcamp war das erste dieser Art und wurde vom Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. (VDK), Landesverband Saar, in Kooperation mit dem Landesamt für Soziales und der Gemeinde Schwalbach organisiert.
 

Die Aufgaben reichten von Grabplatten reinigen und teilweise austauschen über Unkraut entfernen bis hin zur Bepflanzung. Auf der Kriegsgräberstätte im Wald arbeitet regulär die Firma Cebis aus Merzig, die vom Landesamt für Soziales beauftragt wird. Sie ist mit über 1.000 Kriegstoten eine der größten Anlagen im Saarland. 

Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus dem ganzen Saarland und teilweise aus Rheinland-Pfalz. Es waren Reservisten dabei und Angehörige der Luftlandepionierkompanie 260, der Patenkompanie von Schwalbach, sowie der 7. Kompanie Fallschirmjägerregiment 26 aus Zweibrücken. Aber auch einige Einzelpersonen oder kleine Gruppierungen, wie der Förderverein für Denkmalpflege und Heimatkunde Schwalbach e. V., hatten sich angemeldet. Sie alle wollten sich nachhaltig für den Frieden und für die Erinnerung an die Weltkriege und die vielen Kriegsschicksale einsetzen.

"Es ist mir ein Herzensanliegen"

Zu Beginn des Arbeitseinsatzes begrüßten der Bürgermeister von Schwalbach, Markus Weber, und der Landesgeschäftsführer des Volksbundes, Carsten Baus, die Anwesenden und bedankten sich für das herausragende Engagement. Seitens des Landesamtes für Soziales waren Simone Henning und Daniel Osbild den ganzen Tag über vertreten. 

Sandra Quinten, Kreisbeigeordnete und Mitglied des Landtages, sowie David Maaß, Erster Beigeordneter von Schwalbach und ebenfalls Landtagsabgeordneter, waren auch gekommen, bedankten sich herzlich und packten mit an. Sandra Quinten überreichte einen Scheck des Landkreises Saarlouis. 

Markus Weber, der Bürgermeister von Schwalbach, unterstützte das Projekt von Beginn an:

„Der Soldatenehrenfriedhof Sprengen ist ein besonderer Ort des Gedächtnisses für die Gefallenen des 2. Weltkrieges, den Opfern von Krieg und Gewaltherrschaft und von daher auch ein besonderer Ort für die Gemeinde Schwalbach und den Ort Sprengen. Von daher habe ich mich über den Vorschlag eines Workcamps, organisiert durch den Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, sehr gefreut. Ich danke allen, die sich in dieser Sache engagiert oder eingebracht haben, besonders den ehrenamtlichen Helfern für ihren tatkräftigen Einsatz bei den Pflegearbeiten. Als Bürgermeister war es mir ein Herzensanliegen, diese tolle Idee seitens der Zivilgemeinde -aber auch persönlich- nach besten Kräften zu unterstützen.“

Berührende Gedenkzeremonie als Abschluss

Am Nachmittag wurde zum Abschluss das Totengedenken verlesen und ein Kranz niedergelegt. Bei der Gedenkzeremonie waren der stellvertretende Kommandeur Landeskommando Saarland, Oberstleutnant Pohl, die Kompaniechefin der Luftlandepionierkompanie 260, Major Mergens, und der Landesvorsitzende des Reservistenverbandes, Oberstleutnant d. R. Wurzer, anwesend. 

Alban Dörr von der Bürgerinitiative Erinnerungsarbeit und Stolpersteine Püttlingen interpretierte mit Nathanael Dörr und Roland Schuler das Lied „Spaziergang“ von Franz Josef Degenhardt. Es handelt von einem jungen Wehrmachtssoldaten, der im Zweiten Weltkrieg aufgrund von vermeintlicher Desertation erschossen wurde. Dieses Schicksal ereilte unter anderem auch die beiden 19-jährigen Soldaten Wilhelm Küpper und Helmut Langer, die auf der Kriegsgräberstätte Elm-Sprengen ruhen. 

Save the date: Führung im Juni bildet theoretischen Rahmen

Der Landesverband Saar dankt allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern, dem Landesamt für Soziales, der Gemeinde Schwalbach und der Luftlandepionierkompanie 260 für die Unterstützung.

Ein Dank gilt auch den Förderern, ohne die die Umsetzung nicht möglich gewesen wäre: Landkreis Saarlouis, Kreissparkasse Saarlouis und Saarland-Sporttoto GmbH.

Im Nachgang zum Workcamp findet am Freitag, 12. Juni 2026, um 16:00 Uhr eine 60-90-minütige Führung über die Kriegsgräberstätte mit Informationen zur Historie Schwalbachs, zur Kriegsgräberstätte und zu den jüngsten Umbettungen statt. Auch hierzu kann man sich gerne beim Volksbund anmelden: saarland@volksbund.de, Tel. 06831- 4888 598.

Amélie Zemlin-Kohlberger Assistentin für Öffentlichkeitsarbeit