Meldungen aus dem Landesverband Saar

Trotz Corona: Arbeitseinsatz auf dem Hauptfriedhof Saarbrücken

JAK Saar pflegt Gräber des Ersten Weltkriegs

Volksbund/A. Zemlin-Kohlberger

Nils, Sprecher des Jugendarbeitskreises (JAK) des LV Saar, sitzt vor einem Grabstein auf dem Hauptfriedhof Saarbrücken und zieht mit einem schwarzen Stift die Schriftzüge nach. Nun kann man Namen und Lebensdaten wieder gut lesen: Friedrich Müller, geboren am 04.05.1889, gestorben am 31.10.1915. Nils selbst ist 23 Jahre alt und kann sich nicht vorstellen, wie es sein muss, als junger Mensch, der sein Leben noch vor sich hat, zu sterben. Er fragt sich, weshalb viele sich damals freiwillig gemeldet haben, um in den Krieg zu ziehen. „Jeder Grabstein ist ein Mahnmal für den Frieden. Durch die Pflege können wir uns dafür einsetzen, dass die Vergangenheit sich nicht wiederholt“, meint Nils nachdenklich.

Ein Stück weiter kniet Maurice vor einem Grabstein, schrubbt mit einer Bürste die Vorderseite und befreit sie von Staub und Moos, bis der Stein wieder sauber aussieht. „Ich war von Anfang an begeistert von der Arbeit des Volksbundes und von den Menschen, die man kennenlernt“, sagt Maurice. Er und Nils kamen 2015 durch ein Workcamp auf Usedom zum Volksbund und wurden Mitglied im neu gegründeten JAK. Seither haben sie schon einige Arbeitseinsätze auf dem Hauptfriedhof Saarbrücken durchgeführt und die Patenschaft für das Gräberfeld des Ersten Weltkriegs übernommen.

Auch Niclas und Paul sind schon lange beim JAK aktiv und freuen sich über das gute Wetter an diesem Samstag: „Wir haben schon bei Wind und Regen hier gearbeitet“. Nach getaner Arbeit saßen die Teilnehmer*innen noch bei einem Getränk zusammen und tauschten sich in lockerer Atmosphäre aus.

Die Bildungsreferentin des LV Saar, Lilian Heinen-Krusche, hat den Arbeitseinsatz organisiert und half selbst tatkräftig mit. Derzeit zählt der JAK zwölf junge, engagierte Mitglieder. „Wir sind immer froh über Neuzugänge! Wer Interesse hat, sich für die Friedensarbeit einzusetzen, kann sich gern bei mir melden“, so die Bildungsreferentin.

Kontakt: lilian.heinen-krusche@volksbund.de oder 06831 4888 598.

 

Text: Amélie Zemlin-Kohlberger

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