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Meldungen aus dem Landesverband Saar
Meldungen aus dem Landesverband Saar

Schulprojekt „Gegen das Vergessen“

Junge Leute vom BBZ Sulzbach pflegen Kriegsgräber in Altenwald

Zwei Schüler reinigen Grabsteine mit einem Hochdruckreiniger

Zwei Schüler reinigen die Grabsteine Volksbund/Lilian Heinen-Krusche

Die beiden Lehrer Oliver John und Thomas Stuhlsatz vom Berufsbildungszentrum (BBZ) in Sulzbach haben schon seit vielen Jahren eine enge Kooperation mit dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, Landesverband Saar. Jedes Jahr beteiligen sich Schüler der Ausbildungsvorbereitungsklassen aus Sulzbach an einem mehrtägigen Arbeitseinsatz auf einer saarländischen Kriegsgräberstätte. Dies soll zum einen der Verortung der beiden Weltkriege im Saarland dienen, also vor Ort die Frage aufwerfen „Was ist hier passiert!“ und zum anderen soll die Aktion friedensstiftend sein.

Dieses Jahr ging es Mitte Mai mit einigen Schülern und den beiden Lehrern auf den Friedhof in Sulzbach-Altenwald. Hier bot sich ein trauriges Bild. Die Kriegsgräber waren mit Moos und hohem Gras bedeckt, auch die Namen- und Lebensdaten waren teilweise nicht mehr lesbar. 

Dies wollten die Lehrer mit ihren Schülern ändern. Mit entsprechendem Gerät und „manpower“ ging es an diesem Tag an die Arbeit. Insgesamt wurden so 27 Gräber von Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg und 71 Gräber von Soldaten/Bombenopfern aus dem Zweiten Weltkrieg abgestrahlt und gesäubert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Unterstützt und verpflegt wurden sie von zwei Mitarbeitern des Friedhofsamtes Sulzbach. 

In der Pause kam man ins Gespräch und die Schüler hatten einige Fragen an die Bildungsreferentin des Volksbundes, Lilian Heinen-Krusche. Sie fragten: „Warum pflegen wir sie nach über 80 Jahren immer noch?“ und „Wieso macht man sie nicht weg“. Daraufhin antwortete Lilian Heinen-Krusche, wie wichtig der Erhalt der Kriegsgräber ist, um nachfolgende Generationen daran zu erinnern, welche Folgen Krieg und Gewalt haben. Sie betont weiter: „Kriegsgräber sind stille Zeitzeugen europäischer Geschichte und sie mahnen uns zum Frieden!“.

Und so kam man schnell zu den aktuellen Konflikten wie dem Ukraine Krieg oder dem Krieg im Nahen Osten. Hier bekam Lilian Heinen-Krusche den Eindruck, dass die jungen Leute bereits über social Media gut informiert waren. Aber sie warnte auch davor, alles zu glauben, was man sieht oder hört! Wir leben in Zeiten von fake News und sollten kritisch mit Informationen umgehen. Dies gab sie den Schülern mit auf deren zukünftigen Lebensweg. 

Nun geht es für die jungen Leute in den Ausbildungsberuf. Hier wünschen wir Ihnen viel Erfolg und alles Gute.