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Meldungen aus dem Landesverband Saar
Meldungen aus dem Landesverband Saar

Imagefilm über die „Lernorte Friedhof“ im Saarland

Filmemacher setzt das Projekt mit Schülergruppen und Zeitzeugen in Szene

Jugendliche und Erwachsene sitzen an einem Tisch und unterhalten sich.

Schülerinnen und Schüler des GSG, Lehrerin Sabine Müller-Warken (2. v. l.) und Bildungsreferentin des Volksbundes, Lilian Heinen-Krusche (3. v. l.) hören der Zeitzeugin Christel Grosse (rechts) zu. Screenshot: Volksbund/Amélie Zemlin-Kohlberger

Seit 2019 gibt es zwei „Lernorte Friedhof“ im Saarland: in Lebach und in St. Wendel. Die Idee dahinter ist, dass Schülergruppen sich eingehend mit der Kriegsgräberstätte befassen, indem sie sich mittels Kurzbiographien auf Stelen und einer eigenen Homepage über Einzelschicksale und historische Ereignisse informieren. Ein eigens entwickeltes pädagogisches Konzept unterstützt sie dabei, die Vergangenheit zu verstehen und daraus Schlüsse für die Gegenwart und Zukunft zu ziehen. So erhalten die Kriegstoten ein Gesicht und eine Stimme zurück und der Krieg wird für die Jugendlichen greifbarer. 

Die Entstehung und das Konzept der Lernorte werden in einem Imagefilm gezeigt, den der Filmemacher Paul Mukian von der „Kreativagentur für Foto und Film“ produziert hat. Über mehrere Monate hinweg filmte er Lebacher Schülerinnen und Schüler des Geschwister-Scholl-Gymnasiums (GSG) und des Johannes-Kepler-Gymnasiums (JKG) mit den Lehrerinnen Sabine Müller-Warken (GSG) und Dr. Eva Kell (JKG). Sie erkundeten mit dem Filmemacher die Kriegsgräberstätte Lebach, sprachen mit den Zeitzeuginnen und Zeitzeugen Erna Hermann, Christel Grosse und Lorenz Summa und arbeiteten mit der Homepage www.lernort-lebach.de. 

Max Grosse vom GSG führt den Zuschauer als Sprecher aus dem Off durch den Film. Die Bildungsreferentin des Landesverbandes Saar, Lilian Heinen-Krusche, hat die Lernorte von Beginn an aufgebaut und weiterentwickelt. Sie erklärt im Film die Hintergründe und Ziele des Projekts und zeigt auch die Parallelen der vergangenen Kriege zu den heutigen Krisenherden der Welt auf. 

Finanziert wurde der knapp 11-minütige Imagefilm vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Frauen und Familie und von der Saarland-Sporttoto GmbH.

Herzlichen Dank an Paul Mukian, alle Beteiligten vom Geschwister-Scholl-Gymnasium und Johannes-Kepler-Gymnasium, die Zeitzeuginnen und Zeitzeugen und vor allem an die Förderer, die diesen Imagefilm ermöglicht haben. 

Amélie Zemlin-Kohlberger Assistentin für Öffentlichkeitsarbeit
Lilian Heinen-Krusche Bildungsreferentin